First LEGO League: Nachwuchsförderung gegen Fachkräftemangel
Nachwuchsförderung gegen Fachkräftemangel: First LEGO League nimmt Berührungsängste und fördert bereits junge Schüler in Naturwissenschaften.
Bildungsprogramm zur technischen Nachwuchsförderung geht mit starken Unterstützern und deutlich gestiegenen Anmeldezahlen in die neue Wettbewerbssaison
Leipzig, Oktober 2010. Die Krise ist noch nicht ganz ausgestanden, da wird für viele Firmen Fachkräftemangel zum ernsten Problem: Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) können nur 30 Prozent der Betriebe offene Stellen problemlos besetzen. Das rein spendenfinanzierte Bildungsprogramm FIRST LEGO League (FLL) setzt an genau diesem Punkt an und das bereits bei jungen Schülerinnen und Schülern. Das Programm wird maßgeblich durch Partner in der Wirtschaft gefördert, die selbst die Krise zu spüren bekommen haben und starke Einschnitte in den eigenen Prozessen vornehmen mussten. Aber die Unterstützer und Förderer standen mit großer Mehrheit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu dem Programm und behalten ihr Engagement bei. „Wir versuchen, auch in dieser Situation unsere Unterstützung aufrecht zu erhalten. Unsere Kinder sollten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise keinesfalls als Erste zu spüren bekommen. Wir können uns fehlenden technisch interessierten Nachwuchs nicht leisten. Eine Investition in solche Wettbewerbe ist also etwas, das sich ganz sicher lohnen wird.“ argumentiert Michael Dams von National Instruments Deutschland, einem langjähriger Förderer des Bildungsprogramms, stellvertretend für alle Förderer.
Auch in den Schulen wurde der Wettbewerb stark unterstützt und so startet die diesjährige Wettbewerbssaison erneut mit einem Teilnahmerekord: 741 Teams mit über 5.700 Schülerinnen und Schülern haben sich in 52 Regionen für den naturwissenschaftlichen Wettbewerb angemeldet. Das jährlich durchgeführte Bildungsprogramm besteht aus zwei Teilen: im praktischen Teil konstruieren alle Teams aus Sensoren, Motoren und vielen bunten LEGO Steinen einen eigenständig agierenden Roboter und lösen mit ihm zusammen knifflige Aufgaben rund um ein vorgegebenes Thema. Im theoretischen Teil analysieren die Teams ein lokales Problem und sprechen Empfehlungen für eine Verbesserung dieser Situation aus.
Das diesjährige Thema ist „Biomedizintechnik“. Im Fokus der Teams steht die Erforschung des neuesten Standes der Biomedizin und der in ihr verwendeten Technik. FLL Teams entdecken neue Wege, Verletzungen zu heilen, genetische Vorbelastungen zu überwinden und das Leistungsvermögen des Körpers zu verbessern. Alles mit dem Ziel, das Leben wertvoller und gesünder zu gestalten.
Das Bildungsprogramm FLL ist Teil eines weltweiten Bildungsprogramms und wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen und der Slowakei unter der Schirmherrschaft des gemeinnützigen Vereins HANDS on TECHNOLOGY (HoT e.V.) mit Sitz in Deutschland veranstaltet. HoT e.V. unterstützt dabei jeweils immer einen Partner vor Ort, der einen FLL Regionalwettbewerb in eigener Regie ausrichtet. Regionalpartner sind Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Vereine. Dieses Jahr wird der Wettbewerb in 52 verschiedenen Regionen ausgetragen.
An FLL teilnehmen können Schüler und Schülerinnen zwischen zehn und 16 Jahren. Jedes Team besteht aus fünf bis zehn Mitgliedern sowie einem erwachsenen Coach. Es konstruiert und programmiert acht Wochen lang einen Roboter auf der Basis von LEGO Mindstorms und bereitet eine eigene Forschungspräsentation vor. Als Höhepunkt treffen sich alle Teams bei den Regionalwettbewerben. Die Gewinnerteams aus den Regionalwettbewerben reisen zu FLL Semi Finals, in denen die Finalteilnehmer ermittelt werden.
Das zentraleuropäische FLL Finale findet am 22. Januar 2011 in Paderborn im Heinz Nixdorf MuseumsForum, dem größten Computermuseum der Welt, statt.
Alle Informationen finden Sie online unter www.firstlegoleague.de.
Kontakt und Bildmaterial:
HANDS on TECHNOLOGY e.V.
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